Prospektieren in den bayerischen Kalkalpen / Bereich Tirolikumtektonik

In der übergeordneten Prospektion sollte zuerst einmal festgestellt werden, woher die Gletscher kamen und wohin diese dann gingen.



Ab und wann bin ich mit nur Goldwäscher unterwegs und muss immer wieder feststellen, dass ihr Prospektionswissen sehr einseitig und somit defizitär sind.

Gold- und Mineralien in den bayrischen Alpen, wurde hauptsächlich von Gletschern der verschiedenen Kaltzeiten abgelegt. Durch die holozäne Überschwemmungen wird ab und wann unter 5% das abgelegte Gold und die dazugehörigen Feinmineralien freigeschwemmt.

Die Kalkalpen in Bayern wurden zum Teil durch die mächten Gletscher aus den zentral Alpen geformt. Anhand der geformten Alpen lassen sich die unterschiedlichen Fliessrichtungen der Gletscher herauslesen. Ein Mischung aus Lokal- und Ferngletschern spielt beim prospektieren eine entscheidende Rolle.

Bild 2

Bild 3
Bild 2 ist ein typisches Geschiebebild (bunter Mergel) einer Gletschervermischung von Fern- und Lokalgletschern. Proben wie in Bild 3 zeigen Feinmineralien deutlich auf.

Bild 4

Ein typischer Bachlauf mit einem gesunden Geschiebemisch aus Fern-und Lokalgletscher zeigt das Bild 4. Hier lohnt es sich nach Gold- und Feinmineralien zu prospektieren.

Das Bild 4 zeigt auch eine ungefähre Bachbreite von rund 2,5m. Für so einen schmalen Bach, macht es kein grossartigen Sinn in „Gleithänge“ oder nach „Bachkurven“ zu schürfen. Sinnvoller wär hier übergeordnete Gleithänge zu finden. Dies gelingt meistens durch gute Reliefkarten. Der Gold- und der Mineralienerfolg lässt sich dann wie in Bild 3 und 5 erkennen.

Bild 5


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